Zehn Prozent vom Einkommen sollen den monatlichen Rahmen für das Auto bilden. Doch welches Einkommen ist gemeint: das Brutto aus dem Arbeitsvertrag oder der Betrag, der tatsächlich auf dem Konto ankommt?
Für die Berechnungen auf 20-4-10-regel.de zählt das regelmäßig verfügbare monatliche Nettoeinkommen. Bei Boni, schwankenden Einnahmen oder mehreren Einkommen braucht es eine bewusst vorsichtige Auswahl.
Kurz gesagt
- Rechne mit dem regelmäßigen monatlichen Nettoeinkommen nach Steuern und Sozialabgaben.
- Einmalige oder unsichere Boni sollten keine dauerhafte Autorate tragen.
- Bei schwankendem Einkommen ist ein vorsichtiger Durchschnitt besser als der beste Monat.
Warum das Bruttoeinkommen zu hoch ansetzt
Vom Bruttoeinkommen gehen unter anderem Lohnsteuer und Sozialabgaben ab. Dieser Teil steht Dir für Rate, Versicherung, Steuer oder Kraftstoff nicht zur Verfügung. Würdest Du die 10-Prozent-Grenze vom Brutto berechnen, könnte das Autobudget deutlich größer erscheinen als der tatsächliche Spielraum.
Ein Beispiel: Bei 4.000 Euro brutto wären 10 Prozent 400 Euro. Wenn tatsächlich 2.600 Euro netto verfügbar sind, liegt die Grenze dagegen bei 260 Euro. Die Werte erklären nur die Methode; das konkrete Netto hängt von der persönlichen Situation ab.
Welcher Nettobetrag in den Rechner gehört
Nutze den Betrag, der regelmäßig und verlässlich für Deinen Haushalt verfügbar ist. Bei Arbeitnehmern ist das meist das monatliche Netto nach gesetzlichen und vertraglichen Abzügen. Eine Reisekostenerstattung gleicht Ausgaben aus und ist kein zusätzliches frei verfügbares Einkommen.
Schwankendes Gehalt
Bei Provisionen, Schichtzulagen oder wechselnden Stunden betrachtest Du mehrere Monate. Nutze einen vorsichtigen Durchschnitt und teste schwächere Monate.
Sonderzahlungen
Eine vertraglich sichere, regelmäßige Sonderzahlung kannst Du für die Jahresplanung durch zwölf teilen. Unsichere Boni gehören eher in Anzahlung oder Reserve.
Selbstständiges Einkommen
Umsatz ist kein Nettoeinkommen. Ausgangspunkt ist ein vorsichtig ermittelter, nach betrieblichen Ausgaben und voraussichtlichen Steuern privat verfügbarer Betrag.
Zwei Einkommen im Haushalt
Ein gemeinsames Haushaltsnetto ist nur dann eine passende Basis, wenn beide Personen das Fahrzeug und seine Kosten dauerhaft gemeinsam tragen.
Zwei Rechenbeispiele
Regelmäßiges Netto mit unsicherem Bonus
Eine Person erhält regelmäßig 2.600 Euro netto und gelegentlich einen Bonus. Für die Grundrechnung werden 2.600 Euro verwendet: 10 Prozent ergeben 260 Euro monatliches Gesamtbudget für das Auto. Der unsichere Bonus erhöht diese dauerhafte Grenze nicht.
Gemeinsamer Haushalt
Zwei Personen verfügen regelmäßig über 2.400 und 1.800 Euro netto und tragen die Autokosten gemeinsam. Das Haushaltsnetto beträgt 4.200 Euro; 10 Prozent wären 420 Euro. Der Wert ist nur sinnvoll, wenn beide Einkommen stabil sind und nach allen übrigen Ausgaben genügend Reserve bleibt.
Welche Beträge Du wie behandelst
| Einkommensbestandteil | Umgang in der Grundrechnung |
|---|---|
| regelmäßiges Monatsnetto | einbeziehen |
| sichere Sonderzahlung | vorsichtig auf zwölf Monate verteilen |
| schwankende Provision | Mehrmonatsdurchschnitt nutzen |
| einmaliger Bonus | nicht für dauerhafte Rate verplanen |
| Auslagenerstattung | nicht als freies Einkommen zählen |
| Umsatz aus Selbstständigkeit | nicht mit privatem Netto gleichsetzen |
Typische Fehler sind die Bruttobasis, der beste Monat als Standard, voll eingeplante Boni und ein gesamtes Haushaltseinkommen, obwohl nur eine Person die Kosten trägt.
Checkliste vor der Eingabe
- Welcher Nettobetrag steht jeden Monat zuverlässig zur Verfügung?
- Welche Bestandteile schwanken oder sind einmalig?
- Ist ein Durchschnitt über mehrere Monate vorsichtig genug?
- Werden Sonderzahlungen besser als Reserve genutzt?
- Tragen bei einem Haushalt wirklich alle einbezogenen Personen die Autokosten?
- Bleiben nach Miete, Lebenshaltung, Krediten und Rücklagen ausreichende Puffer?
Berechne Dein Autobudget mit dem passenden Netto
Starte mit Deinem regelmäßig verfügbaren Monatsnetto. Behandle das Ergebnis als Obergrenze und ziehe anschließend Versicherung, Steuer, Energie, Wartung, Reparaturen und Reifen ab.
Häufige Fragen zur Einkommensbasis
Auf dieser Website wird mit dem regelmäßig verfügbaren monatlichen Nettoeinkommen gerechnet. Das bildet Deine tatsächliche Zahlungsfähigkeit besser ab als das Brutto.
Nutze Dein regelmäßig verfügbares monatliches Nettoeinkommen. Bei schwankenden Einnahmen ist ein vorsichtiger Durchschnitt sinnvoll. Unsichere Boni oder einmalige Zahlungen sollten nicht die Grundlage einer dauerhaften Kreditrate sein.
Nein. Der vorhandene Rechner multipliziert die Monatsrate mit 48 Monaten. Ein konkreter effektiver Jahreszins und weitere Kreditkosten sind nicht eingerechnet. Bei einem realen Kreditangebot kann der finanzierbare Nettodarlehensbetrag deshalb niedriger ausfallen.
Nein. Diese Kosten werden nicht automatisch vom Rechner ermittelt. Für eine realistische Entscheidung solltest Du Versicherung, Kfz-Steuer, Kraftstoff oder Strom, Wartung, Reparaturen, Reifen und eine Reserve zusätzlich kalkulieren.
Nein. Das Ergebnis ist eine grobe Orientierung. Ob ein Auto wirklich in Dein Budget passt, hängt auch von Deinen übrigen Haushaltsausgaben, Rücklagen, tatsächlichen Kreditkonditionen und den laufenden Fahrzeugkosten ab.
Hinweis: Die Berechnung ist eine Orientierung und keine persönliche Finanz-, Steuer- oder Kreditberatung. Grundlage: Volksbanken Raiffeisenbanken zur 20-4-10-Regel.
